Kostenexplosion bei Grünflächenpflege: Gmünder Bürger als Retter?

Ideen gesucht zu Einsparmöglichkeiten für das Baubetriebsamt der Stadtverwaltung. Vereine helfen bereits.
Schwäbisch Gmünd. Bürger oder Vereine, die städtische Grünflächen ehrenamtlich pflegen? Diese Idee, die im Bauausschuss des Gemeinderats aufkam, könnte ein neues Problem der Stadtverwaltung zumindest abmildern.
Kostenexplosion bei Grünflächenpflege
Der Leiter des städtischen Baubetriebsamts, Benedikt Stegmaier, informierte die Ausschussmitglieder, dass die Stadt die Grünflächenpflege neu ausgeschrieben hat. Die Angebote lagen um bis zu 30 Prozent höher als die bisherigen Verträge.
Einsparpotenziale und Qualitätsbedenken
Stegmaier kündigte an, nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Das empfahlen ihm auch die Stadträte: Das Budget könne nicht erhöht werden, meinte Martin Bläse (CDU). Oberbürgermeister Richard Arnold wies allerdings darauf hin, dass dies auch Qualitätsminderung bedeuten könne. Gabriel Baum (Grüne) sah einen positiven Aspekt in der Situation: dass weniger Grünflächenpflege vielleicht auch Freiraum schaffe für mehr ökologische Vielfalt.
Auf Nachfragen von Maren Zengerle (SPD) und Sebastian Fritz (söl) bestätigte der Amtsleiter, dass die beauftragten Firmen auf die Einhaltung des Tariftreuegesetzes und anderer Vorschriften überprüft werden.
Private Pflege wäre vertraglich zu regeln
Jens Freitag (FDP/FW) fragte, ob Bürger der Stadt stellenweise Grünlandpflege abnehmen können. Das sei vertraglich zu regeln, antwortete Benedikt Stegmaier. Auch Hannes Barth (CDU) regte an, bei Bürgern nach solcher Unterstützung zu fragen: „Wir müssen uns davon verabschieden, dass die Stadt alles machen kann.“ Barth, zugleich Vorsitzender der SG Bettringen, wies darauf hin, dass viele Sportvereine bereits ihre Anlagen selbst pflegen.
Offenheit für Bürgerengagement
Richard Arnold zeigte sich offen für die Idee, Bürger in diese Aufgabe einzubinden.
Copyright Gmünder Tagespost, 21.02.2025